Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Willkommen

Wir begrüssen Sie herzlich auf der Internet-Seite der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden und freuen uns, dass Sie sich für unsere Angebote und Veranstaltungen interessieren.

Wir informieren Sie gern über Aktuelles aus unserer Gemeinde, die aktuellen Gottesdiensttermine, die Veranstaltungen unserer Gemeinde im aktuellen Wochenplan sowie Informationen zur Kirchenmusik und über die vielfältigen Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde in Menden.

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Blog Pilgerjahr in Lima

Seit Mitte August berichtet Miriam Wuttke in unserem Peru-Blog über Ihre Erlebnisse in Peru.
Schauen Sie mal rein: Link-Pfeil Blog Pilgerjahr in Lima


Aktuelles aus unserer Gemeinde

Treffen der Gruppen und Kreise
Osterfreizeit für 8-12jährige in Meinerzhagen
Sommerfreizeiten – Die kreiskirchlichen Flyer sind jetzt erhältlich!
Segelfreizeit in den Sommerferien


Wort zum Sonntag

"Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk"

Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Worte stammen von Zacharias. Zur Zeit der Geburt Jesu arbeitete er als Priester im Tempel zu Jerusalem. Sein Name ist vielsagend, ein sprechender Name, wie wir sagen, - wäh-rend Zacharias selbst ja verstummen musste. Zacharias heißt: Gott gedenkt. Gott vergisst nicht. Alt geworden war Zacharias mit seiner Frau Elisabeth - und Elisabeth heißt: Gottes Schwur, Gottes Eid.

Pfarrer Frank Fiedler
Pfarrer Frank Fiedler
Beide standen am Rand des Lebens, ohne die ersehnten Nachkommen
bekommen zu haben.

Wer weiß, was Zacharias zuweilen bei sich selbst gedacht hatte, wenn er
während seines Tempeldienstes die Tempelchöre die Psalmen singen hörte:
„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat“
mir hat er wenig Gutes getan, mag er gedacht haben; „…der deinen Mund
wieder fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler“– alt geworden
bin ich, und fröhlich werde ich kaum noch einmal werden, und jung wie ein
Adler schon gar nicht.

Und dann hört er – von einem Boten Gottes -, dass er einen Sohn bekommen
wird. Zacharias glaubt dem Boten nicht! Und da wurde er stumm über seinem Unglauben und konnte nicht mehr sprechen, neun Monate lang nicht, so
lang nicht, wie das Kind im Leib seiner Frau Elisabeth heranwuchs. Da hatte er eine lange Nachdenkzeit, war schwanger mit dem Wort, dem er nicht hatte glauben können. Sicher hat er in dieser Zeit auch an ein noch älteres Paar gedacht, das auch nicht mehr glauben konnte, im hohen Alter noch ein Kind zu bekommen. Und als Gott kam und diesem Paar doch einen Sohn verhieß, lachte die Frau, Sara hieß sie, und ihr alter Mund war fröhlich geworden. Neun Monate blieb Zacharias stumm, so lange, bis er erkennen musste, was sein Name schon längst sagt: Gott gedenkt, Gott macht wahr, was er verspricht.

Als seine Wartezeit zu Ende ist, seine Schwangerschaft mit Gottes Verheißung, ist Zacharias erfüllt und in Fahrt gebracht von Gottes heiligem Geist. Alles sieht er jetzt mit neuen Augen: sein eigenes Leben, die ganze, lange Geschichte seines Volkes und die Zukunft seines soeben geborenen Kindes. Jetzt löst sich seine Zunge: „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk!“ (Lukas 1,68)

Zacharias sieht sein Leben wieder als eine Geschichte, die Gott mit uns gemeinsam haben will, Leidenszeiten und Durststrecken mit eingeschlossen, unser Leben als eine Zeit, die uns gegeben ist, dass wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang.

Unsere Feinde sind nicht, wie einst für Israel, die Ägypter und später die Römer. Unsere Feinde, die sitzen eher in uns drin. Es sind die Stimmen, die uns einreden: Es gibt keinen Gott, schon gar keinen, der etwas tut. Es gibt keinen Christus, der kommt, um euch mitzunehmen auf seinen Weg dorthin, wo ihr einmal schauen werdet, was er euch jetzt schon zu glauben gibt. Sie sagen uns: „Ihr seid allein. Ihr müsst alles selber tun, sonst ändert sich nichts in der Welt“. Das sind Stimmen, die uns überfordern und uns nicht erlauben, uns fleißig und mit Hoffnung auf das zu konzentrieren, was wir tun können, nämlich auch andere, die in Finsternis und Schatten des Todes sitzen, nicht allein zu lassen.

Unser Leben  ist eine Geschichte, die Gott mit uns gemeinsam haben will. - Wir gehören ihm, nicht unseren Feinden, nicht unserer Traurigkeit, nicht unserem Unvermögen. Die Lichter, die wir anzünden im Advent und der Weihnachtszeit erinnern an „das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens.“

Eine gute Adventszeit wünscht
Ihr Frank Fiedler


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