Evangelische Kirchengemeinde Menden - Willkommen

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Aktuelles aus unserer Gemeinde

Evangelische Kirchengemeinde berät über Arbeit mit Geflüchteten
Besuch aus Peru vom 4. bis 18. Mai 2016
Gottesdienst an Christi Himmelfahrt
7. Nacht der offenen Kirchen
Information Gemeindebüro / Friedhofsverwaltung
Forum für Presbyterinnen und Presbyter
Mädchenfreizeit in den Niederlanden


Wort zum Sonntag

"Zweifel sind die Ameisen in der Hose des Glaubens"

"Das ist doch nicht zu fassen!" "Ich begreif` das nicht!" Ob diese Redewendungen als Ausrufe des Erstaunens, des Ver-Wunderns und Be-Wunders wohl auf die Erzählung aus dem Johannesevangelium und den Jünger Thomas zurückzuführen sind?


Vikarin Mareike Gintzel
Evangelische Kirchengemeinde Menden
Thomas war nicht dabei, als der auferstandene Jesus Christus seinen Jünger*innen nach Ostern begegnete. Er konnte den Augenzeugenberichten keinen Glauben schenken und er hatte Zweifel an dem Wunder, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden sein sollte.
Hätte ein Reporter ihn interviewt und gefragt: „Glauben Sie, dass Jesus Christus wirklich den Tod besiegt hat und wieder lebt?“ Da hätte er wohl geantwortet: „Nein. Denn ich glaube nur, was ich mit eigenen Augen sehen kann, was ich mit eigenen Händen anfassen und was ich mit meinem Verstand begreifen kann.“ Aber dann begegnet ihm Jesus selbst und Thomas darf in anfassen. Er darf mit seinen Fingern die Wunden berühren, die Jesus bei der Hinrichtung zugefügt wurden.
Er musste diese Wundmale anfassen, um das Wunder fassen zu können.
Er musste ihn greifen können, um es begreifen zu können.

Thomas wurde oft abschätzig als der „Ungläubige“ bezeichnet. Denn Jesus sagte zu ihm: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Aber Thomas war nicht ungläubig. Er war versunsichert und noch nicht überzeugt. Er hatte Zweifel.
Zweifel aber widersprechen nicht dem Glauben. Zweifel sind gesund:
Sie zeigen uns eine Lücke der Verwunderung auf, die mit Wissen und Vertrauen gefüllt werden will.

Zweifel werden aber leider oft als unangenehm erfahren: Sie nagen an uns. Sie bringen uns ins Nachdenken und ins Stottern, sie verunsichern. „Warum kann nicht alles so einfach sein? Ist mein Glaube nicht stark genug? Kann ich an Wunder glauben?“
Zweifel piesacken in der Seele und machen die Gedanken kribbelig, so wie es Ameisen am Körper tun, wenn sie uns auf der Wiese sitzend ankrabbeln.
Zweifel wirken wie Ameisen in der Hose: Sie scheuchen uns auf.
Zweifeln heißt nämlich, dass man ins Nachdenken gerät. Und das ist doch aber etwas Gutes. Es heißt, dass man auf dem Weg ist, dass man neugierig ist, dass man etwas herausfinden möchte.
Man möchte die zwickenden Zweifel los werden – und das geht nur mit Gewissheit. Und mit Vertrauen. Aber dafür braucht man Ausdauer, die Zweifel zu Wort kommen zu lassen und die Gedanken auszuhalten. So wie man die Ameisen erst aufspüren muss und dann wegscheuchen kann.

Aus der Bibel und von dem Jünger Thomas können wir lernen, keine Angst vor dem Zweifeln zu haben. Und übrigens würde jeder Biologe uns beruhigend sagen: Wo Ameisen sind, da ist fruchtbarer Boden. - Wo also Zweifel sind, da hat die fruchtbare Suche schon begonnen.

Und wenn Sie das nächste Mal von Ameisen gezwickt werden, schauen Sie sie doch einmal genau an, bevor Sie sie wegscheuchen: Sind Ameisen nicht auch ein Wunder? Es ist mit reiner Logik gar nicht zu ergründen, dass so kleine, filigrane Wesen so schwere Lasten tragen und so gemeinschaftlich zusammenleben. Manchmal dürfen wir uns auch einfach wundern.
In diesem Sinne wünsche Ihnen österliche Wiesen, auf denen Ihnen 'Ameisen' begegnen  und Sie von dem Wunder des Lebens überzeugen.

 

Vikarin Mareike Gintzel,
Evangelische Kirchengemeinde Menden


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